Taxizentrale Korschenbroich
Vertrauen Sie der Flotte mit den grünen Außenspiegeln

Papiere

ALLE Krankenfahrten müssen mittlerweile VOR Fahrtantritt von der Krankenkasse genehmigt werden!!!
Viele Krankenkassen akzeptieren keine nachträglichen Genehmigungen mehr und dann müssen wir Ihnen die Fahrten leider Privat in Rechnung stellen!!!
Bitte klären Sie alle Transporte vor Ihren Terminen mit Ihrem Sachbearbeiter ab!!!

Das wichtigste, was Sie benötigen, um die Kosten von BG, Krankenkasse (egal ob gesetzlich oder privat), Rentenversicherung usw. benötigen ist die so genannte

"Verordnung einer Krankenbeförderung"

oder im Umgangssprachlichen

"Krankentransportschein" oder "Taxischein"

genannt.

Die Punkte oben 1-8 müssen von der Arztpraxis ausgefüllt werden. Wichtig ist, dass entweder alles mit Computer ausgefüllt ist, oder alles mit Kugelschreiber. Jeder Mix, d.h. Nachtrag diverser Angaben mit Kugelschreiber, durchstreichen irgendwelcher Kreuze o. ä. muss immer wieder mit einem Stempel und Unterschrift (!!!) der Arztpraxis legitimiert werden.

Leider wissen viele Arztpraxen nicht genau, wie man die Scheine richtig ausfüllt !

Wir hoffen Ihnen hier ein wenig Einblick in die verwirrende Oberfläche dieses meist blauen, aber auch schon mal beigen, Formulars zu geben. 

1.) Das kennen Sie schon von jedem Medikamenten-Rezept: Gebührenfrei oder Gebührenpflichtig
Sind Sie von Zuzahlungen befreit? Das Kreuz sitzt jedoch an der falschen Stelle? Bitte zeigen Sie unseren Fahrern Ihren Befreiungsausweis. Ist der Taxischein für mehrere Fahrten, ist das Taxiunternehmen auch immer für eine Kopie von diesem sehr dankbar.
Die Zuzahlung eines Krankentransportes beträgt 10% der Fahrkosten mindestens 5€, maximal 10€. Das heißt für eine Hin- und Rückfahrt kommen mindestens 10€, maximal 20€ auf Sie zu.
Es gibt Sonderfälle, wie zum Beispiel spezielle Serienfahrten bei Onkologischer Behandlung, da kann es sein, dass für das gesamte Fahrten-Rezept lediglich eine Zuzahlung zwischen 10-20€ geleistet werden muss. Kompliziertere und offizielle Formulierung der Papiere:

"Zuzahlung für Erste Hin- und letzte Rückfahrt"

Also "Rezeptgebühr" je nach Wegstrecke zwischen 10€ bis maximal 20€. 

2.) Hier finden Sie meistens die Krankenkasse (genau wie bei jedem Medikamenten-Rezept)
Wichtig: Wird die Fahrt über BG, eine Versicherung oder Rentenversicherung abgerechnet, steht oft trotzdem die Krankenkasse oben in dem Feld. Bitte geben Sie in diesem Fall dem Transportunternehmen den Kostenträger und die entsprechende Fallnummer. 

3.) Versichertendaten (Name, Adresse, Versicherten-Nr. usw.) und Ausstellungsdatum der Verordnung. Ebenfalls wie beim Medikamentenrezept. 

Jetzt wird es endlich spannend.
Es muss immer ein Grund vorliegen, der den Patienten berechtigt, dass er den Krankentransport bezahlt bekommt. Dafür sehen wir uns die Felder 4 und 5 an.

4.) Meistens im Fall eines Unfalles, Berufskrankheiten usw. wird eine der vier hier genannten Möglichkeiten angekreuzt. Oft ist der Kostenträger dann die Berufsgenossenschaft, eine Versicherung oder andere. Fahrten die über andere Kostenträger als die Krankenkasse laufen müssen meist nicht genehmigt werden. 

5.) Hauptleistung bzw. alle anderen.

1.A) Stationäre Behandlung:
Das wirklich einzige Kreuz, welches Sie berechtigt, den Taxischein OHNE Genehmigung bei der Krankenkasse direkt beim Taxifahrer ab zu geben. Ist hier kein Kreuz, dann muss der Transport vorher bei Ihrer Krankenkasse genehmigt werden.

1.B) Ambulante Operation:
Im Regelfall wird der Transport von der Krankenkasse übernommen, nichts desto trotz müssen Sie den vorher bei Ihrer Krankenkasse anfragen und genehmigen lassen.

1.C) Hier werden Sämtliche Serienfahrten eingetragen (Dialyse, Strahlen, Chemo anderes) mit der "Haltbarkeit" der Verordnung sowie der Behandlungsfrequenz. 

Wichtig!
Behalten Sie die Laufzeit der Papiere im Blick. Langzeit-KTS werden meist für drei oder sechs Monate, bei Dialyse oft für ein ganzes Jahr erstellt. Manche Krankenkassen erstellen Ihnen im Nachhinein keine Genehmigung mehr! Achten Sie also immer auf die Laufzeit Ihrer Papiere.

Ein anderer Fall, weshalb Patienten einen Taxischein erhalten können, ist dann gegeben wenn eine dauerhafte Mobilitätseinschränkung laut Behindertenausweis vorliegt. 

6.) Beförderungsmittel

Wenn Sie mit uns fahren möchten, gilt bei allen "normalen" Transporten natürlich zu 99% das erste Kästchen "Taxi/Mietwagen" ohne medizinisch-technische Ausstattung.

Hier haben wir ein Beispiel für eine Einzelfahrt nach einer ambulanten Operation. Die muss natürlich vorher von der Krankenkasse genehmigt werden.

Soll ein Schein für Hin- UND Rückfahrt sein so gibt es drei Versionen, die alle in Ordnung sind.  

Die Häufigste ist die ganz oben auf dem ersten Beispielschein gezeigte Version, dass alle sechs Kreuze gesetzt werden. Also z.B. von Wohnung nach Arztpraxis, von Arztpraxis nach Wohnung und Hin- sowie Rückfahrt. Da geht man zu 100% sicher.

Dann gibt es noch zwei Versionen mit jeweils vier Kreuzen:
Vier Kreuze nur auf der linken Seite, also z.B. von Wohnung zur Arztpraxis und von Arztpraxis zur Wohnung.
Oder zwei Kreuze links z.B. von Wohnung nach Arztpraxis und Hinfahrt und Rückfahrt angekreuzt.

Ist der Patient ein nicht umsetzbarer Rollstuhlfahrer und es wird ein entsprechender Krankentransport benötigt, muss der Transportschein als solcher entsprechend ausgefüllt werden UND die Krankenkasse muss einen Rollstuhltransport genehmigen.

Das Kreuz muss entweder bei Taxi, Mietwagen ODER bei andere gesetzt werden. Andere sind dann Rollstuhl-Mietwagen oder BTW (Behindertentransportwagen)

Wichtig ist hier das Kreuz bei "nicht umsetzbar aus Rollstuhl". 

Wichtig!
Krankenfahrten werden von der Krankenkasse stets nach der kürzesten Wegstrecke bezahlt.
Die schnellste Route (Autobahn) ist meistens ein Umweg. In Ausnahmefällen kann der Umweg über die Autobahn von der Krankenkasse gezielt genehmigt werden, wenn die kurze Strecke zeitlich unzumutbar oder zu kurvig ist (z.B. nach einer Chemotherapie).
Bitte klären Sie dies mit der Krankenkasse und lassen sich hierfür eine Sondergenehmigung geben.

Zwei Beispiele für ungültige KTS:

Ein wundervoll ausgefüllter Taxischein für eine einzelne Hinfahrt von Wohnung zur Arztpraxis aber die Unterschrift auf dem Praxisstempel fehlt!
(Zahnärzte müssen übrigens einen Schein für die Rückfahrt ausstellen, auch wenn die das recht ungern machen) 

Im folgenden Beispiel hat die Arzthelferin ihre Kreuze durchgestrichen und neu gesetzt und damit den KTS ungültig gemacht !Das wird von den Krankenkassen wie Urkundenfälschung angesehen. Erst wenn die Änderung wieder durch einen Praxisstempel und Unterschrift beglaubigt wird und somit belegt, dass die Änderung durch die Arztpraxis erfolgte, wird der Schein von den Krankenkassen akzeptiert.

Nachträgliche Änderungen sind also in Ordnung, wenn diese mit einem Praxisstempel und erneuter Unterschrift (Von der Arzthelferin reicht) in der Praxis legitim verändert worden ist.

Es gibt zudem Krankentransportscheine, die WIR als Taxiunternehmen nicht abrechnen können: